Insolvenzübersicht

Quelle: https://www.crifbuergel.de/de/aktuelles/studien/studie-firmeninsolvenzen-1-halbjahr-2018-zahl-
der-firmenpleiten-sinkt-weiter

5. Firmeninsolvenzen nach Rechtsform: Unternehmergesellschaft mit dem höchsten Pleite-Risiko

Das höchste Insolvenzrisiko geht in Deutschland weiterhin von der Rechtsform der  Unternehmergesellschaft  (haftungsbeschränkt) aus. Bei der UG (1.055 Firmeninsolvenzen) liegt die Insolvenzquote bei 93 Firmeninsolvenzen je 10.000 Unternehmen und ist damit drei Mal so hoch wie der Bundesdurchschnitt. Aber auch Aktiengesellschaften (46) und GmbHs (46) haben ein hohes Insolvenzniveau. In absoluten Zahlen gehen von den Rechtsformen Gewerbebetriebe und Einzelunternehmen (4.254 Fälle) sowie von GmbHs (3.872 Fälle) die meisten Insolvenzen in Deutschland aus.

6. Firmeninsolvenzen in den Hauptbranchen: Insolvenzquote im Baugewerbe am höchsten

Das Baugewerbe weist im 1. Halbjahr 2018 mit 42 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen die höchste Quote im  Vergleich der Hauptbranchen auf. Über dem Durchschnitt liegt ebenfalls die Logistik (40). Die geringste  Insolvenzdichte gibt es mit lediglich 12 Pleiten je 10.000 Unternehmen im Energiesektor. Die  Dienstleistungsbranche hat mit 4.339 Fällen den höchsten absoluten Anteil am Insolvenzgeschehen in Deutschland.

7. Firmeninsolvenzen nach Mitarbeiteranzahl: in über 80 Prozent sind kleine Unternehmen von Insolvenz betroffen

Auch wenn die Insolvenzen von großen Unternehmen häufig für Schlagzeilen sorgen, gehen die meisten Insolvenzen in Deutschland weiterhin auf das Konto von Kleinstunternehmen. Der Anteil der Firmen mit maximal 5 Mitarbeitern betrug im 1. Halbjahr 2018 80,8 Prozent (8.152 Fälle). Im Folgenden nimmt der Anteil am Insolvenzgeschehen mit dem Anstieg der Mitarbeiteranzahl ab. 7,6 Prozent der Unternehmen, die eine Insolvenz anmelden mussten, beschäftigten zwischen 6 und 10 Mitarbeitern. Bei Firmen mit 51 oder mehr Angestellten
liegt der Anteil am Insolvenzgeschehen nur noch bei 2,9 Prozent.